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Nuba – der Tanz aus dem Land des Goldes

NubaNubien liegt entlang dem Nil in Südägypten und ist halb ägyptisch, halb sudanesisch. Es befindet sich zwischen Assuan und Dongula.

Die Menschen haben eine besonders schöne dunkle Hautfarbe und Nubien gilt auch als “land of gold“: zur pharaonischen Zeit bezogen die ägyptischen Könige ihr Gold aus Nubien.

Durch den Bau des Assuanstaudammes 1899-1964 wurde das nubische Volk entwurzelt (4Mill. ha), wobei die Städte im Stausee verschwanden.

Die Nubier leben heute zum Teil in den Großstädten Ägyptens und des Sudans in eigens für sie angelegten Siedlungen. Zum Teil wurden sie zwangsumgesiedelt oder sie sind in das Ausland ausgewandert, ihre Kultur ist vom Aussterben bedroht.

Der Nuba-Tanz wird von Männern und Frauen mit fröhlich-kokettem Ausdruck getanzt. Die Frauen tragen bunte bodenlange Kleider, auf dem Kopf ein großes weißes Tuch und die Haare sind zu Zöpfen geflochten. Viel Goldschmuck, welcher aus Ohrringen und einer Kette aus fünf Halbmonden besteht, gehört ebenfalls dazu. Durch das Hochwerfen der Brust wird dieser Schmuck noch betont und hervorgehoben. Als Schuhwerk werden Pantoffeln getragen.

Die nubische Musik ist pentatonisch (Tonleiter besteht aus 5 Tönen), wobei das wichtigste Instrument der Duff (Rahmentrommel) ist.

Große Bedeutung wird dem Einsatz von Händeklatschen und Stampfen der Füße gegeben. Es überwiegen rhythmisch weiche Ganzkörperbewegungen und ein Hoch-Tief-Grundschritt, der „Hamam“. Die sogenannte „Taubenbewegung“ stammt aus der ursprünglichen Naturreligion, in der die Taube als Gottheit verehrt wurde, ebenso aus Tanzelementen Afrikas.

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