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Hagalla

HagallaDie Bezeichnung Hagalla gilt für die Tänzerin, den Tanz, den Rhythmus(16/8) und leitet sich von Haglah (Haglah = Schritt auf einem Bein, einen Schritt nach dem anderen) ab.
Die Bevölkerung von Marsa Matrouh und seiner Umgebung bis weit nach Libyen hinein und südlich bis zur Siwa Oase ist beduinischen Ursprungs. Von den zehn Beduinenstämmen der ägyptischen Westwüste stellen die Mitglieder der Ouled Ali den Größten dar.

Hagalla war ursprünglich ein beduinischer Brautwerbetanz, der zwischen Ägypten und Lybien getanzt wurde, wobei die Rituale je nach Stamm unterschiedlich abliefen. Die Stadt Marsa Matrouh an der Mittelmeerküste Ägyptens ist nur noch 130 Kilometer von der Grenze zu Libyen entfernt. Im Sommer bietet dieser Urlaubsort wenige Sehenswürdigkeiten, dafür aber einen wunderbaren, weißen Sandstrand in der Lagune vor der Stadt.
Tanzinteressierte wissen jedoch, dass Marsa Matrouh die Heimat des Hagalla – Tanzes ist.

Der Hagallaschritt ist ein schnelles Gehen am flachen Fuß mit einer Twistbewegung des Beckens und einem ¾ Shimmy.
Der Hagalla unterscheidet sich vom allgemeinen Beduinentanz darin, dass er extrem zurückhaltend, aber fröhlich, kokett und temperamentvoll getanzt wird. Er beinhaltet viele Sprünge, drehende und kreisende Bewegungen des Beckens oder Brustkorbakzente.

Hagalla

Die Männer führen verschiedene Arten von Händeklatschen in festgelegten Positionen aus.

 

Eine Hagallaaufführung ist sehr komplex, hat einen fixen Aufbau und wird in drei Teile geteilt: in ein Gedicht (Shettaywa), in ein kurzes poetisches Lied (Ghennaywa) und in Magruda.

Die Musik wird von Basisinstrumenten begleitet (Tabla, Duff, Rababa).
Rhythmus: 16/8

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